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  • Christina Bruns

Welche Ausbildung ist die richtige für mich?

Aktualisiert: 30. Juli 2019


Irgendwann stellt sich jeder Yogi die Frage, wo soll ich mein Teacher Training machen.

Hat einen einmal die Magie des Yoga in seinen Bann gezogen, fängt man schnell an, sich an den Laptop zu setzen und zu recherchieren. Du wirst schnell merken, dass das Netz überfüllt ist mit Teacher Trainings aller Art und Überall.


Prinzipiell würde ich jedem ans Herz legen, ein Teacher Training zu machen, auch wenn du nicht vor hast überhaupt zu unterrichten. Die Frage kannst du dir immer noch nach der Ausbildung stellen. Durch die Ausbildung erhältst du definitiv einen neuen Zugang zum Yoga und kannst deine eigene Praxis intensivieren. On Top kommt meistens eine tolle Gruppe von Gleichgesinnten, die dein Leben verschönern und bereichern werden.


Falls du vor hast Yoga Lehrer zu werden, sind die 200 TTC ein guter Start, eine gute Basis, jedoch fängt das Unterrichten erst nach der Ausbildung so richtig an. Die Kunst des Unterrichtens wirst du durch die Erfahrung lernen, durch viele Fehler, die dazu gehören und an den Glauben an dich, dich weiterzuentwickeln.


Dieser Artikel wird dir die unterschiedlichen Formen einer 200 Stunden Yoga Ausbildung vorstellen, an denen du dich orientieren kannst, um die beste Variante für dich herauszufiltern.


Wie viel Zeit hast du zur Verfügung?


Je nachdem, wie viel Zeit du zur Verfügung hast, kannst du hier schon mal grob herausfiltern, welches Teacher Training überhaupt für dich in Frage kommt.

Die zwei Varianten belaufen sich einerseits auf vorgeschriebene Wochenenden innerhalb 3-6 Monaten, in der du außerhalb der Blöcke deinem geregelten Alltag nachgehen kannst, oder einer intensiven 4 Wochen Erfahrung, in der man mit den anderen Teilnehmer/innen zusammenlebt und sich zu 100% auf die Ausbildung konzentriert.

Beide Varianten haben vor und Nachteile, wichtig ist für dich herauszufinden, welche für dich am besten passt.


Wo kann ich meine Ausbildung machen?


Europa


In den europäischen Großstädten, bietet mittlerweile jedes größere Yoga-Studio eine Ausbildung an, die meist als Blockseminare geführt werden. In einem 14-Tägigen Abstand a 3 Monate, oder 1 Wochenende a 6 Monate, findet die Ausbildung immer von Freitag-Sonntag statt. Diese Form der Ausbildung, bietet sich vor allem für diejenigen an, die an ihrem urbanen Yoga Studio den richtigen Platz gefunden haben und sich keinen Urlaub für einen längeren Zeitraum nehmen können oder möchten.


Auch hier gibt es sicherlich Vor- und Nachteile.

Einerseits ist die Zeitspanne der gesamten Ausbildungen länger und man hat die Möglichkeit als Gruppe mehr zusammen zu wachsen und sich kennenzulernen, aber auch um sich mehr Gedanken darüber zu machen, was man mit der Ausbildung machen möchte und welchen Weg man einschlagen will. Was oft kritisch bemängelt wird, ist das die Zwischenzeit während den Blöcken, oft sehr lang ist und man das bereits gelerntes vergisst. Kostenpunkt liegt Heutzutage durchschnittlich bei ca. 3.000€ +/-, bei einer urbanen Yoga-Ausbildung als Blockseminar in deiner Stadt.


Süd Ost Asien und aller Welt


Die andere Alternative ist, du verreist ein wenig weiter nach Indien, Bali, den Zielen ist keine Grenze gesetzt und gönnst dir eine Auszeit, wenn du die Möglichkeit dazu hast.

Bei dieser Art der Ausbildung verbringst du 4 Wochen am Stück am selben Ort und teilst deinen Alltag mit den anderen Teilnehmer/innen.


Der Zeitplan sieht meist so aus:

Montag- Freitag:


06:30-07:30 Meditation/Pranayama

08:00-09:30 Yoga Praxis

10:00-11:00 Breakfast

11:15-13:00 Anatomy

13:00-14:00 Lunch

14:00-16:00 Teaching Practice

16:00-18:00 Adjustment or Philosophhie

18:00-19:00 Dinner

20:00 Satsang/ Kirtan


Samstag:

10:00-12:00 Monring Practice

Free Time


Sonntag:

Frei


Wenn du dich für diese Variante entscheidest und die Möglichkeit hast, nimm dir ca. 2 Wochen nach der Ausbildung, Zeit für dich, um zu reisen. Sich die Zeit zu geben, um diese intensive Zeit zu verarbeiten und anzunehmen. Ich persönliche habe damals mein Teacher Training für 4 Wochen in Goa, Indien gemacht und kann sagen, dass war die beste Zeit und eine tolle Erfahrung für mich, die ich nur jedem ans Herzen legen kann.


Der Kostenpunkt bei einer Yoga Lehrer Ausbildung in Indien/Nepal liegt durchschnittlich bei ca. 2400€ +/-, inklusive Unterkunft und Verpflegung.

Falls es etwas mehr kosten darf, dann kannst du das gleiche Erlebnis in Bali haben, jedoch ist dort das Training meist 1-2k teurer als in Indien oder Nepal.


Wie viel darf es kosten?


Je bekannter die Lehrer und je berühmter die Orte, desto Kostenspieliger wird die Ausbildung. Berühmte Lehrer wie Mark Stephens, Dylan Werner, Patrick Beach, Meghan Curry, Briohny oder Dice bieten ihre eigenen, nicht preiswerten Ausbildungen an, die aber qualitativ hochwertig sind und dir definitiv einen guten Überblick und eine tolle Ausbildung schenken.


Versuch das Finanzielle nicht zu sehr zu überdenken, wichtig ist, dass du einen Lehrer findest, der dich überzeugt. Meistens ist das Bauchgefühl die intuitive Entscheidung, die Richtige. Wenn du zuerst nur einen groben Überblick bekommen möchtest, musst du nicht direkt zu einem der Top Lehrer gehen. Ich denke es ist vollkommen ausreichend, wenn du nach deiner ersten Ausbildung zuerst einmal anfängst zu unterrichten und dich dann im Laufe der Jahre genauer auf einen Stil festlegst, der dir wirklich taugt. Eine weitere 300h Ausbildung kannst du dann bei dem Lehrer machen, der dich am meisten inspiriert und von dem du lernen möchtest, um deinen Unterrichtsstil und deine Möglichkeiten zu erweitern.


Welches ist das Richtige für mich?


Auch wenn alle Ausbildungen um das Thema Yoga gebaut sind, gibt es doch große Unterschiede in dem Fokus auf den Inhalt. Besonders wichtig ist für dich herauszufinden, welcher Schwerpunkt für deine persönliche Entwicklung im Vordergrund stehen sollte. Falls es dir Hauptsächlich um eine starke Asana Praxis geht und du auf der Suche nach einer physischen Vertiefung deiner Praxis bist, solltest du dir genau den Stundenplan deiner Schule anschauen, welche Inhalte besprochen werden und wie oft praktiziert wird.


Wenn du eher der physische Typ bist und auch unterrichten möchtest kann für dich ein Schwerpunkt der Anatomie und Adjusten wichtig und auch hilfreich sein. Andere Schulen legen dann wiederum mehr Wert auf die Yoga Philosophie und Zeremonien, in denen es viel um Persönlichkeitsfindung- und Entwicklung geht und die physische Asana Praxis nicht im Vordergrund der Ausbildung steht. Wichtig ist, egal für was du dich entscheidest, das du davon überzeugt bist und dich bei dem Gedanken an die bevorstehende sehr intensive Zeit zufrieden und glücklich damit fühlst.

Lass es nicht das Erstbeste sein, oder das Teuerste, lass es die Schule sein, wo dein Herz sagt, die ist es.


200h sind erst der Anfang

Hiermit möchte ich dich nicht enttäuschen, aber dir ehrlich sagen, dass es nach der 200h Ausbildung erst so richtig los geht, was unwahrscheinlich schön ist, da du nie aufhören wirst weiter zu lernen und dich weiter zu bilden. Du bist kein fertiger Yoga-Lehrer nachdem du ein Zertifikat in den Händen hältst, ein Lehrer wirst du durch die Erfahrung und die Arbeit im Studio während deinen Stunden, zusammen mit deinen Schülern. Es liegt allein an dir, wie viel du gewillt bist dich weiterzuentwickeln, sei es mit Büchern oder Workshops, du bestimmst ganz alleine, wo deine Reise dich hinführen soll und wird. Die 200h sind erst der Start in deinen Yoga-Weg, such ihn dir so aus, dass er für dich passt.


In den anderen Beiträgen auf dieser Seite, werde ich dir einige ausgewählte Ausbildungen im Detail vorstellen. Fast alle Trainings sind Vinyasa based und stark physisch ausgerichtet, da diese Art auch dem entspricht, wie ich lehre und selber praktiziere. Ich möchte nur das weitergeben, was ich selber erfahren habe und als Gut empfinde, damit dir die Auswahl leichter fällt.






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