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  • Christina Bruns

Vinyasa Yoga - Die Kunst der Bewegung

Aktualisiert: 30. Juli 2019


Vinyasa Yoga, ist ein sehr beliebter und auch relativ moderner Stil in Europa, der immer noch dabei ist sich weiterzuentwickeln und zu wachsen. Nach meiner ersten Vinyasa Flow Klasse, habe ich mich bereits verliebt, der dynamische Stil, die Verbindung von Bewegung und Atmung ist genau meins.


Es ist herausfordernd, vor allem körperlich und oft wird zu elektronischer Musik geübt.

Mein Geist kann zur Ruhe kommen, grade wenn es körperlich mal ein bisschen fordernder wird. Die Nackenmassage am Schluss hat mich dann völlig in den Bann gezogen.


Was ist Vinyasa Yoga?


Vinyasa-Yoga ist eine moderne dynamische Yoga-Praxis, bei der das fließen durch die Asanas im Vordergrund steht und die Verbindung von Atmung und Bewegung.

Die Atmung steht im Vordergrund, sie gibt den Impuls und die Bewegung folgt.

Der Sanskrit-Begriff Vinyasa setzt sich aus Vi (Eine bestimmte Art und Weise) und nyasa (Platzierung), das heißt du beeinflusst deine Atmung und die Bewegung mit dem Ziel, beides in Einklang zu bringen, um die Gedanken zur Ruhe zu bringen und im präsenten Moment, des Hier und Jetzt anzukommen.


Es ist eine Kunst, nicht die Asana an sich und das 5 Minütige halten einer besonderen Pose und die Perfektionierung dieser steht im Vordergrund, sondern genau das dazwischen, der Weg wird zum Ziel, in die Asanas herein, sowie heraus und im Übertragenen Sinne nicht nur auf der Matte, sondern auch außerhalb.


Die Atem-Technik, die während der Vinyasa-Praxis benutzt wird, nennt man Ujjayi-Pranayama (Siegreicher Atem). Es soll gleichmäßig über die Nase, direkt in den Kehlkopf ein und ausgeatmet werden. Die Stimmritzen werden dabei leicht geschlossen und das kreiert den Sound von rauschenden Wellen, die den Geist zur Ruhe bringen.

Entstanden ist Vinyasa Yoga aus dem Ashtanga Yoga, einer fest gelegten Reihenfolge von Asanas, die sich durch den ansteigenden Schwierigkeitsgrad, von 1.-6. Serie unterscheidet und aufeinander aufbauen.


Innerhalb der Stunden wird oft von „einem Vinyasa“ gesprochen, was die genaue Abfolge einer Bewegungsfolge, gekoppelt mit der Atmung ist, die auch ein Teil des Sonnengrußes bildet. Gestartet wird in Planche, oder schiefe Ebene. Mit der Ausatmung senkt man über einen Liegestütz ins Chaturanga Dandasana ab, bei der die Arme im rechten Winkel gebäugt sind und der Körper parallel zum Boden ausgerichtet ist (Sehr fordernd, aber effektiv). Die nächste Einatmung führt einen in den heraufschauenden Hund oder die Cobra, mit der Ausatmung schiebt man sich über die Körpermitte zurück in den Herabschauenden Hund.


Je mehr ich reise und verschiedene Yoga Studios besuche, merke ich, dass Vinyasa Yoga in jeder Stadt anders ausgelegt wird und der Schwerpunkt unterschiedlich gesetzt wird.

In den USA, die Yoga technisch gesehen schon viel weiter sind, als die Eruopäer, wurde durch Bryan Kest das Power Yoga geprägt. Bryan hat viele internationale Yoga Lehrer wie Dylan Werner oder Ashley Galvin geprägt. Es ist eine sehr Körper betonte Variante des Vinyasa Stils und hat Workout Chrakter und legt weinger einen Schwerpunkt auf die spirituellen Aspekte des Yoga. Meistens wird nicht gechantet oder Mantras gesungen.

Das Schöne an diesem Stil ist, das er sich ständig weiter entwickelt und neue Asanas und Möglichkeiten geschaffen werden, die diesen Stil prägen. Er ist sehr liberal und ermöglicht jedem seinen eigenen ganz persönlichen Weg zu finden. Es besteht immer die Möglichkeit einer Pause in der Position des Kindes oder die Adaptierung der Asanas, damit sie sich für deinen Körper genau richtig anfühlen und du atmen kannst.


Was du von einer Vinyasa Yoga Klasse erwarten kannst:


Es richtet sich ganz nach dem Prinzip Effort und Ease. Die Asanas zeichnen sich oft durch körperliche challenge aus, in der gilt, den Fokus zu bewahren und die Präsenz über die Atmung aufrecht zu erhalten. Den Körper spürbar zu machen und durch die Atmung im Körper zu bleiben und ihn neu spürbar zu machen, wenn möglich.

Du arbeitest dich durch dynamische Teile, schwitzt, baust Kraft auf, dein Herzkreislauf wird hochgefahren. Zum Schluss gibt es den Entspannungsteil, der aus dehnen, meist Hüftöffner und Rückbeugen besteht. Je nachdem wo der Fokus, der jeweiligen Klasse liegt.


Warum Vinyasa Yoga?


Vinyasa hat mich seit meiner ersten Stunde total in seinen Bann gezogen, es ist für mich das Non plus ultra der Yoga Praxis und zu einer Bewegungskunst geworden. Es klingt relativ leicht zu sagen:

"Die Atmung in Einklang mit der Bewegung auszuführen und zu koppeln"

Aber es ist eine Kunst, seinen Körper über die Atmung steuern zu dürfen und das Beste ist, es schenkt einen klaren Kopf, den wir oft im Großstadtjungel benötigen, um mal wieder zur Ruhe zu finden.


Es ist eine relativ moderne Art des Yoga, die in Europa sehr weit verbreitet ist.

Der Stil kennt keine Grenzen und wird immer weiterentwickelt, ganz nach den Bedürfnissen der Schüler, können die Schwerpunkte neu gesetzt werden und auch neu interpretiert werden. Viele Asanas werden gar nicht mehr unterrichtet, weil das Verletzungsrisiko zu groß ist, andere werden abgewandelt und Neue kommen dazu. Das Faszinierende daran ist, das der moderne Körper im Vordergrund der Praxis steht und die Yogalehrer/innen der heutigen Zeit genau darauf eingehen, was wir heute brauchen.


Für mich ist Vinyasa die perfekte Mischung aus mich mal so richtig auszupowern, an meine körperlichen und mentalen Grenzen zu kommen, um meinen Körper neu zu Spüren. Dieser körperliche aufwand bringt dann meinen Geist zur Ruhe und ich kann meine Emotionen und Gefühle jedes Mal aufs Neue ein bisschen besser kennenlernen.

Die Guten, wie die Schlechten, es bleibt jedes Mal aufs neue eine weitere Reise zu mir.


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