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  • Christina Bruns

Ashtanga Yoga - die 8 Limbs

Aktualisiert: 24. Juli 2019

Es ist definitiv die strengste Yoga Disziplin und Yogis, die Ashtanga praktizieren und das meist täglich, werden mit dem schönsten definiertesten Körper beglückt.


Die Ashtanga Praxis folgt einer gesetzten Serie, man beginnt mit der primary Series und steigert sich dann. Beim Ashtanga gibt es keine Musik, die Asanas werden nach einer gesetzten Anzahl an Atemzügen gehalten. Für Einsteiger Yogis würde ich diese Art von Yoga nicht empfehlen, das sie sehr extrem ist und auch körperlich sehr fordernd.

Das Verletzungsrisiko ist bei dieser Yoga-Art sehr hoch, viele Ashtanga Yoigs, leiden an Handgelenksproblemen oder Knieschmerzen.


Woher kommt Ashtanga Yoga?


Der wichtigste übermittelte Yogatext, der für uns heute noch relevant ist sind die „Yoga Sutren“ kurze Leit- und Denksätze, geschrieben von Patanjali. Er beschreibt drei verschiedene Yogapfade, der wohl wichtigste davon ist der „Ashta Anga“ Pfad. Aus dem Sanskrit übersetzt bedeutet Ashta = Achtteiliger und Anga = Pfad und beschreibt Yoga als achtteiliger Pfad.


Diese acht Glieder hat Patanjali wie folgt definiert:

1 Yama – das Verhalten anderen gegenüber

Zu Yama gehören 5 Verhaltensweisen, die du in dein tägliches Leben intergrieren sollst:


  • Ahimsa – Gewaltlosigkeit – nicht nur im Sinne von aktiver Gewalt, auch in Form von Gewaltlosigkeit in all unseren Gedanken

  • Satya – Wahrhaftigkeit, schließt alle Worte und Taten mit ein

  • Asteya – „Nicht Stehlen“

  • Brahmacharya – Enthaltsamkeit – dieser Sanskritbegriff ist sehr umstritten, wörtlich übersetzt strebt er nach einer Reinheit in allem was man tut, sagt und denkt. Oft wird er aber auch mit Sexualität in Verbindung gesetzt und der Treue zu seinem Partner

  • Aparigraha – Freisein von Besitzgier – keinen unnötigen Besitz anzuhäufen, keine unrechten Geschenke anzunehmen und nur nehmen, was angemessen ist


2 Niyama – Das Verhalten sich selbst gegenüber

  • Sauca - innere und äußere Reinheit – gesunde Ernährung, Übung von Asana und Pranayama und der Geist und die Gedanken von unreinem, störenden Ballast zu befreien

  • Samtosha – Bescheidenheit, Genügsamkeit – Zufrieden zu sein mit dem, was man hat und ein Leben zu führen, das nicht auf Begierden basiert

  • Tapas – Selbstbeschränkung, Disziplin – um ohne Unterbrechungen unsere Übungen zu machen und unseren Pflichten selbstlos nachzukommen

  • Svadhyaya – Studium und Selbststudium – Selbstbeobachtung und Reflexion

  • Isvara pranidhana – Hingabe an die höhere Macht der Schöpfung – Zu erkennen, dass nicht das „Ich“ im Mittelpunkt steht, sondern dass man ein Teil der ganzen Schöpfung ist

3 Asana – Übungen der Yogastellungen

  • · Patanjali Yoga Sutra 46-48 Sthira Sukham Asanam – Die Asanas sollten Stabil und angenehmen oder leicht

4 Pranayama – Atemkontrolle, Lebensenergie

  • Prana = universelle Lebensenergie

  • Ayama = Pause, in der Bewegung des Atems

  • Zusammen – Atemübungen zur Energielenkung, die Körper und Gerist auf die weiteren Glieder des Ashtanga Yoga vorbereiten. Sie lösen Blockaden, in den Nadis (Energiebahnen im Körper), so dass Prana im Körper frei fließen kann. Pranayama steigert unsere Konzentrationsfähigkeit und die Bewegung des Geistes

5 Pratyahara – Sich nach Innen Ausrichten und Zurückziehen der Sinne

  • Kontrollieren der Sinne, damit der Geist nicht von Reizen abgelenkt wird, damit wir die Sinne nur einsetzen, wenn sie bewusst genutzt werden sollen

6 Dharana - Konzentration

  • · Fixieren des Geistes auf ein bestimmtes Objekt. Dharana ist die Vorstufe zu Dhyana

7 Dhyana – Meditation

  • Wenn die Konzentration auf ein Meditationsobjekt ununterbrochen und über einen längeren Zeitraum anhält, spricht man von Meditation

  • Der Meditierende verliert mehr und mehr das Ich- Bewusstsein und es führt zu einer Vereinigung mit dem Meditationsobjekt

8 Samadhi – Kontemplation, Auflösen

  • Ein schwer zuerreichender Zustand. Personen, die ihn erreicht haben, beschreiben, dass die Person des Meditierenden jede Bedeutung verliert, es kommt zu einem überbewussten, tranceähnlichen Glückszustand, zu einer Einheit von Körper, Geist, Seele und Meditationsobjekt

Die Ashtanga Praxis – der Mysore Stil


Mysore ist ein Weg in der Ashtanga Tradition des Unterrichts, wie ihn der bekannteste Yogi, dieser Tradition Sri K. Paatabhi Jois in seiner Shala gelehrt hat.

Diese Art der Unterrichts kennzeichnet sich dadurch, dass sie nicht vom Lehrer angeleitet wird, sondern die Yogis eigenständig praktizieren und der Lehrer herumgeht und ausbessert.

Im Vinyasa Yoga beispielsweise beginnt der Lehrer die Klasse gemeinsam mit den Schülern und die Asanas werden genau gecuet, damit der Schüler folgen kann. Es gibt meist mehrere Option von leicht bis sehr schwer, die sich der Yogi selbst aussuchen kann. Sobald der Lehrer aufhören würde zu unterrichten, würde der Yogi nicht weiter praktizieren. Im Ashtanga hilft der Lehrer den Yogis während der Praxis tiefer in die Asanas hereinzugehen.


Die verschiedenen Serien


Die Ashtanga Serie besteht aus sechs Serien, von denen die erste die meist gelehrte ist.

Die erste Serie heißt Yoga Chikitsa, was soviel bedeutet, wie Yoga Therapie.

Alle Serien, sind Set Sequences. Die nächste Serie darf erst dann praktiziert werden, wenn die vorherige perfekt beherrscht wird. Die Praxis ist körperlich sehr fordernd, daher kommen die meisten Yogis nicht über die zweite Serie hinaus.

Die zweite Serie (Intermediate Series) heist Nadhi Shodhana – Reinigung der Energiebahnen und beinhaltet viele Rückbeugen.

Wenige Yogis über die dritte Serie (Advanced Series A) – Sthira Bhaga – Erhabene Ruhe.

Die Serien 4-6, gelistet nach dem Alphabet, Advanced Series B, C,D üben nur die wenigsten Yogis, da die meisten, nicht über die Erste hinausgehen.

Die Reihenfolge der Praxis ist in jeder Serie dieselbe, nur die Asanas unterscheiden sich, in den jeweiligen Serien. Die Abfolge sieht wie folgt aus:


  • 5x Sonnengruß A (Surya Namaskara A)

  • 5x Sonnengruß B (Surya Namaskara B)

  • Stehende Sequenz – Stehende Asanas

  • Sitzende Sequenz – sitzende Asanas

  • Schluss Sequenz

Die Mysore Praxis


Mysore sieht überall in der Welt gleich aus, egal ob in Indien oder Europa, wird die Praxi für 2h angesetzt, du entscheidest aber frei, wie lange du praktizieren möchtest.

Natürlich kannst du auch zu Hause deine Mate ausrollen, das Einzige, was fehlt, ist der Support vom Lehrer/in.

Wenn du anfängst mit der Praxis startest du mit den Sonnengrüßen und erlernst 2-5 Asanas dazu, wenn du diese perfekt beherrschst bekommst du von deinem Lehrer mehr Asanas dazu, bis du die Erste Serie komplett beherrschst und dann aufsteigst in den folgenden Serien.





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